Fake-Werbung mit Prominenten: So erkennen Sie den Betrug
Warnung: Massiver Anstieg gefälschter Promi-Werbung
Seit 2024 verbreiten sich gefälschte Werbeanzeigen mit Prominenten wie Günther Jauch, Markus Lanz und Carsten Maschmeyer explosionsartig in sozialen Medien. Keine dieser Personen wirbt für die beworbenen Plattformen.
So funktioniert die Masche
Betrüger erstellen gefälschte Nachrichtenartikel, die aussehen wie Beiträge seriöser Medien (Spiegel, Focus, ARD). In diesen Artikeln berichten Prominente angeblich über ein „geheimes Investment", das sie reich gemacht hat.
Die Artikel werden als bezahlte Anzeigen auf Facebook, Instagram und Google geschaltet. Wer klickt, wird auf eine betrügerische Trading-Plattform weitergeleitet, die eine Mindesteinzahlung von 250 Euro verlangt.
Inzwischen kommen auch Deepfake-Videos zum Einsatz: Mittels künstlicher Intelligenz werden Videos erstellt, in denen Prominente scheinbar persönlich das Investment empfehlen.
Häufig missbrauchte Prominente
- Günther Jauch: Angebliche Interviews über Bitcoin-Investments
- Markus Lanz: Gefälschte Talk-Show-Ausschnitte mit Trading-Empfehlungen
- Carsten Maschmeyer: Fake-Berichte über „Die Höhle der Löwen“-Investments
- Thomas Gottschalk: Manipulierte Werbung für Krypto-Plattformen
- Dieter Bohlen: Gefälschte Social-Media-Posts über Trading-Apps
Alle genannten Personen haben öffentlich bestätigt, dass sie keine derartigen Investmentempfehlungen aussprechen und rechtliche Schritte eingeleitet haben.
Deepfake-Videos erkennen
KI-generierte Videos werden immer überzeugender. Achten Sie auf diese Merkmale:
- Unnatürliche Lippensynchronisation
- Starre oder unnatürlich wirkende Augenpartien
- Unscharfe Ränder an Gesicht und Haarlinien
- Gleichmäßig monotone Sprechweise
- Video wird nur auf unbekannten Webseiten gezeigt, nicht auf offiziellen Kanälen
- Fehlende offizielle Bestätigung der abgebildeten Person
Schnellcheck
Prüfen Sie, ob die angebliche Aussage auch auf den offiziellen Social-Media-Kanälen der Person zu finden ist. Wenn nicht, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um eine Fälschung.
Gefälschte Nachrichtenportale identifizieren
- Prüfen Sie die URL: Echte Nachrichtenseiten haben etablierte Domains. Fake-Seiten nutzen ähnlich klingende, aber andere URLs.
- Suchen Sie den Artikel auf der echten Nachrichtenwebseite. Er wird dort nicht zu finden sein.
- Achten Sie auf Rechtschreibfehler und grammatikalische Auffälligkeiten.
- Fehlen ein ordnungsgemäßes Impressum und eine Redaktionsangabe, ist die Seite nicht seriös.
Betrug melden: So gehen Sie vor
- Anzeige melden: Nutzen Sie die Meldefunktion der jeweiligen Social-Media-Plattform.
- BaFin informieren: Die betrügerische Plattform bei der BaFin melden.
- Strafanzeige erstatten: Online-Wache der Polizei oder persönlich bei der Dienststelle.
- Landesmedienanstalt kontaktieren: Zuständig für rechtswidrige Medieninhalte.