Fake-Broker Liste 2026: Diese Trading-Plattformen sind Betrug
Achtung: Akute Betrugsgefahr
Die BaFin und europäische Aufsichtsbehörden warnen aktuell vor einer Vielzahl betrügerischer Online-Broker. Prüfen Sie jeden Anbieter vor einer Einzahlung in der offiziellen BaFin-Datenbank.
So funktioniert der Fake-Broker-Betrug
Betrügerische Trading-Plattformen werben aggressiv mit garantierten Renditen, prominenten Gesichtern und professionell gestalteten Webseiten. Die Masche folgt einem klaren Muster: Anleger zahlen ein, sehen auf der manipulierten Plattform scheinbare Gewinne — und verlieren bei der Auszahlung ihr gesamtes Kapital.
Diese Plattformen sind nicht bei der BaFin oder einer anderen europäischen Aufsichtsbehörde registriert. Sie operieren häufig aus Ländern wie Zypern, den Marshallinseln oder Belize — außerhalb der Reichweite deutscher Behörden.
Warnsignale: So erkennen Sie einen Fake-Broker
| Warnsignal | Erklärung |
|---|---|
| Keine BaFin-Lizenz | Der Anbieter ist in keiner EU-Aufsichtsdatenbank gelistet. |
| Garantierte Renditen | Kein seriöser Broker kann Gewinne garantieren. Jede Geldanlage birgt Risiken. |
| Aggressiver Telefonkontakt | Anrufe mit Druck zu Nachzahlungen. Seriöse Broker rufen niemals unaufgefordert an. |
| Auszahlungen blockiert | Vorwände wie „Steuer“, „Versicherung“ oder „Mindestvolumen" verhindern Auszahlung. |
| Krypto-Zahlungen bevorzugt | Betrüger bevorzugen Bitcoin-Transfers, da diese kaum rückverfolgbar sind. |
| Manipulierte Software | Die Handelsplattform zeigt Gewinne, die in Wirklichkeit nicht existieren. |
BaFin-Datenbank: So prüfen Sie Ihren Broker
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) betreibt eine öffentlich zugängliche Unternehmensdatenbank. Jeder in Deutschland zugelassene Broker muss dort gelistet sein.
- Öffnen Sie die BaFin-Webseite und navigieren Sie zur Unternehmensdatenbank.
- Suchen Sie nach dem exakten Firmennamen des Brokers.
- Prüfen Sie, ob eine gültige Erlaubnis nach § 32 KWG vorliegt.
- Vergleichen Sie die angegebene Adresse mit dem Impressum der Webseite.
Zusätzliche Prüfung
Prüfen Sie auch die ESMA-Warnliste und die Warnmeldungen der österreichischen FMA sowie der Schweizer FINMA. Viele Betrüger sind dort bereits gelistet.
Typische Betrugsmaschen bei Fake-Brokern
1. Der „persönliche Berater"
Nach der Registrierung meldet sich ein angeblicher Berater per Telefon. Er baut Vertrauen auf, hilft bei der ersten Einzahlung und empfiehlt dann immer größere Summen. Sobald eine Auszahlung gewünscht wird, bricht der Kontakt ab oder es werden Gebühren verlangt.
2. Die manipulierte Demo-Plattform
Die Handelsplattform zeigt beeindruckende Gewinne — doch die Kurse sind frei erfunden. Echte Trades finden nie statt. Das eingezahlte Geld fließt direkt auf Konten der Betrüger.
3. Die „Steuerfalle"
Beim Auszahlungsversuch wird behauptet, zunächst müsse eine Steuer oder Versicherungsgebühr gezahlt werden. Diese Forderung ist frei erfunden und dient nur dazu, weiteres Geld zu erbeuten.
Was tun, wenn Sie betroffen sind?
- Keine weiteren Zahlungen: Zahlen Sie unter keinen Umständen weitere Gelder ein, auch nicht für angebliche Steuern oder Gebühren.
- Beweise sichern: Screenshots aller Transaktionen, E-Mails und Chat-Verläufe aufbewahren.
- Anzeige erstatten: Melden Sie den Betrug bei der Polizei und der zuständigen Cybercrime-Stelle.
- Bank informieren: Kontaktieren Sie Ihre Bank oder Ihren Kreditkartenanbieter bezüglich einer Rückbuchung.
- BaFin melden: Reichen Sie eine Beschwerde bei der BaFin ein, damit andere Verbraucher gewarnt werden.