Dirk Müller Premium Aktien Fonds 2026: Test & Warnung
Das Wichtigste in Kürze
- Seit Auflage 2015 rund 0 % Rendite – der MSCI World hat sich im selben Zeitraum mehr als verdoppelt.
- Laufende Kosten von 1,69 % TER pro Jahr plus bis zu 4 % Ausgabeaufschlag.
- Permanente Absicherungsstrategie frisst in steigenden Märkten die komplette Rendite auf.
- Einer der schlechtesten Aktienfonds in Deutschland – trotz prominentem Namen.
- Einfacher MSCI World ETF für 0,20 % TER liefert dramatisch bessere Ergebnisse.
Dirk Müller ist wohl Deutschlands bekanntester Börsenexperte. Seine Auftritte bei Markus Lanz, seine Bestseller-Bücher und seine Präsenz als „Mr. DAX“ haben ihn zur Ikone der deutschen Finanzwelt gemacht. Doch wie sieht es mit seinem Fonds aus? Der Dirk Müller Premium Aktien Fonds (WKN: A111ZF) wurde im Januar 2015 aufgelegt – und die Performance ist eine Katastrophe für Anleger.
Dirk Müller Fonds Performance: 0 % Rendite seit 2015
Die nackten Zahlen sprechen eine brutale Sprache. Während Anleger mit einem simplen, günstigen MSCI World ETF ihr Geld mehr als verdoppelt hätten, stehen Dirk-Müller-Fonds-Anleger nach über 10 Jahren praktisch bei null. Und dabei sind die Kosten noch nicht einmal eingerechnet.
| Zeitraum | Dirk Müller Fonds | MSCI World ETF |
|---|---|---|
| 1 Jahr (2025) | −2,1 % | +18,4 % |
| 3 Jahre | −5,3 % | +34,7 % |
| 5 Jahre | −3,8 % | +72,5 % |
| Seit Auflage (2015) | ca. +/− 0 % | +142 % |
In konkreten Zahlen: Wer im Januar 2015 jeweils 10.000 € investiert hat, hatte mit dem MSCI World ETF Ende 2025 rund 24.200 €. Im Dirk Müller Fonds waren es immer noch rund 10.000 € – also 14.200 € weniger. Und dafür hat der Anleger auch noch jedes Jahr 1,69 % Gebühren bezahlt.
Dirk Müller Fonds Kosten: 1,69 % TER – für null Rendite
Der Fonds verlangt eine laufende Kostenquote (TER) von 1,69 % pro Jahr. Hinzu kommt ein Ausgabeaufschlag von bis zu 4 %, der beim Kauf fällig wird. Im Vergleich dazu kostet ein MSCI World ETF von iShares oder Vanguard lediglich 0,12–0,20 % pro Jahr – ohne Ausgabeaufschlag bei den meisten Online-Brokern.
| Kostenfaktor | Dirk Müller Fonds | MSCI World ETF |
|---|---|---|
| Laufende Kosten (TER) | 1,69 % | 0,20 % |
| Ausgabeaufschlag | bis 4,00 % | 0,00 % |
| Kosten auf 10 Jahre (10.000 €) | ca. 2.090 € | ca. 200 € |
Anleger bezahlen also über 10 Jahre 10-mal so hohe Gebühren für einen Fonds, der keinerlei Mehrwert liefert. Im Gegenteil: Die Gebühren sind ein sicherer Verlust, unabhängig davon, wie sich die Märkte entwickeln.
Warum der Dirk Müller Fonds versagt: Die Absicherungsstrategie
Dirk Müller bewirbt seinen Fonds mit einer „Absicherungsstrategie": Die Aktienpositionen werden permanent durch Optionen und Derivate gegen Kursverluste abgesichert. In der Theorie klingt das beruhigend. In der Praxis ist es eine Renditevernichtungsmaschine.
Aktienmärkte steigen langfristig in ca. 70–80 % aller Jahre. Wer permanent absichert, zahlt in den allermeisten Jahren die Kosten für Optionsprämien – ohne sie je zu brauchen. Das ist vergleichbar mit einer Vollkaskoversicherung für ein Auto, bei der die Prämien höher sind als der Wert des Autos. In den wenigen Jahren mit Kurseinbrüchen greift die Absicherung zwar – aber der Fonds hat bis dahin bereits so viel Rendite verpasst, dass der Schutz den Verlust nicht ansatzweise kompensiert.
Absicherungsstrategie in der Praxis
Permanente Aktienabsicherung durch Optionen kostet je nach Marktumfeld 3–8 % pro Jahr an Rendite. Addiert man die TER von 1,69 % hinzu, muss der Fonds allein 5–10 % pro Jahr erwirtschaften, nur um bei null zu landen. Das ist praktisch unmöglich.
Dirk Müller Fonds Kritik: Celebrity-Investing funktioniert nicht
Der Dirk Müller Fonds ist das Paradebeispiel für ein Phänomen, das in der Finanzwelt als „Celebrity-Investing“ bekannt ist: Prominente nutzen ihre Bekanntheit, um Finanzprodukte zu verkaufen – unabhängig von der tatsächlichen Qualität. Anleger investieren nicht aufgrund einer rationalen Analyse, sondern weil sie den prominenten Namen vertrauen.
Die wissenschaftliche Evidenz ist eindeutig: Über 90 % aller aktiv gemanagten Aktienfonds schlagen ihren Vergleichsindex langfristig nicht. Der Dirk Müller Fonds schafft es nicht einmal, überhaupt eine positive Rendite zu erzielen. Er gehört damit zum schlechtesten Dezil aller in Deutschland zugelassenen Aktienfonds.
Die bessere Alternative: MSCI World ETF für 0,20 % TER
Statt Geld in einen teuren, leistungsschwachen Fonds zu stecken, können Anleger mit einem einfachen MSCI World ETF breit gestreut in über 1.500 Unternehmen weltweit investieren – für einen Bruchteil der Kosten. Kein Ausgabeaufschlag, keine Absicherungskosten, keine Managementgebühren von 1,69 %.
Die langfristige Rendite des MSCI World liegt bei ca. 8–10 % pro Jahr. Nach Abzug der geringen ETF-Kosten von 0,20 % bleiben den Anlegern ca. 7,8–9,8 % pro Jahr. Beim Dirk Müller Fonds bleiben nach Abzug aller Kosten: nichts. Oft sogar weniger als nichts.
Sollte man den Dirk Müller Fonds verkaufen?
Wer den Dirk Müller Fonds im Depot hat, sollte ernsthaft über einen Verkauf nachdenken. Die sogenannten „versunkenen Kosten" – also bereits gezahlte Gebühren und entgangene Rendite – sind kein Grund, am Fonds festzuhalten. Entscheidend ist die Frage: Wird der Fonds in den nächsten 10 Jahren besser abschneiden als ein MSCI World ETF? Die Antwort lautet mit überwältigender Wahrscheinlichkeit: Nein.
Ein Wechsel auf einen MSCI World ETF ist bei jedem Online-Broker in wenigen Minuten erledigt. Die Ersparnis bei den laufenden Kosten beträgt über 1,49 % pro Jahr – das sind bei 10.000 € Anlagesumme rund 149 € jedes Jahr, die direkt in die eigene Rendite fließen statt in die Taschen des Fondsmanagements.
Unser Fazit: Finger weg vom Dirk Müller Fonds
Der Dirk Müller Premium Aktien Fonds ist das perfekte Beispiel dafür, warum Anleger auf Prominenz statt auf Performance setzen sollten – und wie teuer dieses Vertrauen werden kann. Null Prozent Rendite seit 2015, dafür 1,69 % Gebühren pro Jahr. Kein rationaler Anleger sollte diesen Fonds kaufen oder weiter halten.
Unsere klare Empfehlung: Ein günstiger MSCI World ETF liefert langfristig bessere Ergebnisse – mit weniger Kosten, weniger Komplexität und der wissenschaftlichen Evidenz auf seiner Seite. Dirk Müller ist ein guter Entertainer. Aber Unterhaltung ist keine Anlagestrategie.